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Versicherungen für Studenten: Von notwendig bis überflüssig

Das Studentenleben hat es in sich. Die hohe Anforderungen stellen junge Menschen ebenso vor Herausforderungen wie die alltäglichen Fragen des Lebens. Zu denen gehört auch die richtige Absicherung. Welche Versicherungen brauchen Studenten? Welche kann man sich auch sparen?

Das Studentenleben hat es in sich. Die hohe Anforderungen stellen junge Menschen ebenso vor Herausforderungen wie die alltäglichen Fragen des Lebens. Zu denen gehört auch die richtige Absicherung. Welche Versicherungen brauchen Studenten? Welche kann man sich auch sparen? Gibt es spezielle Tarife und eventuell Vergünstigungen für Studenten? Ja, die gibt es. Aber der Reihe nach.

Die Krankenversicherung: Ohne Wenn und Aber

Für Studenten – wie übrigens für alle anderen auch – ist eine Krankenversicherung Pflicht, also gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch haben Studierende die Möglichkeit, sich gesetzlich in einer Krankenkasse oder privat über eine Versicherungsgesellschaft zu versichern. Freie Auswahl besteht jedoch nicht, entscheidend ist die Zeit für dem Studium. Wer bei Studienbeginn bei seiner Eltern innerhalb der Familienversicherung gesetzlich versichert war, muss sich auch als Student bei einer Krankenkasse anmelden. Bestand dagegen vorher über die Eltern eine private Krankenversicherung, ist dies auch während des Studiums möglich.

Die Beiträge in den gesetzlichen Krankenkassen sind weitgehend identisch, seit der Gesetzgeber den Beitragssatz mit der Gesundheitsreform im Jahre 2009 für alle Kassen gleichermaßen geregelt hat. Allerdings locken einige Kassen mit Zusatzleistungen und Beitragsrückerstattungen. Ein Vergleich unterschiedlicher Kassen lohnt also auch für Studenten.

Studenten, die das 25. Lebensjahr erreicht haben, können die Kasse übrigens verlassen und sich privat versichern.

Studenten, die bereits privat krankenversichert waren, können dies auch für die Dauer des Studiums tun. Man muss allerdings wissen, dass diese Entscheidung dann auch bindend für die gesamte Dauer des Studiums ist.

Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung gibt es sowohl bei den Leistungen als auch bei den Kosten. Die Tarife der privaten Krankenversicherung bieten große Auswahlmöglichkeiten, dementsprechend variiert auch der Preis. Um sich überhaupt privat versichern zu können, müssen zunächst Fragen zur Gesundheit beantwortet werden. Hierbei gilt, in jedem Fall alle Vorerkrankungen oder Allergien korrekt anzugeben. Falsche Angaben können zur Leistungsverweigerung der Krankenversicherung führen.

Es gibt Versicherungsgesellschaften, die spezielle Studenten-Tarife anbieten, die kostengünstiger sind als die regulären Tarife. Allerdings muss man wissen, dass in diesen Tarifen keinerlei Alterungsrückstellungen gebildet werden. Diese sind wichtig, um auch im Alter die Versicherung bezahlen zu können.

Eine besondere Rolle spielen Kinder von Beamten. Sie können sich bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres über den bestehenden Beihilfetarif der Eltern versichern. Erst danach besteht eine eigene Versicherungspflicht.

Studenten müssen neben dem Studium oft arbeiten. Wer dies mehr als 20 Stunden die Woche tut, muss sich wie ein Arbeitnehmer versichern. Bei Praktika, die länger dauern, kann es womöglich ebenfalls zu einem Statuswechsel kommen. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es sinnvoll, sich mit einem Steuerberater darüber zu unterhalten, wie die Krankenversicherung in einem solchen Falle weiter läuft.

Studieren, Ausland, Krankenversicherung: Eine brisante Angelegenheit

Für ein Studium kann ein Auslandsaufenthalt sinnvoll sein, nicht selten wird er sogar erwartet. Für die Krankenversicherung kann das gravierende Folgen haben. Insbesondere die gesetzliche Krankenversicherung bietet im Ausland meist nur eingeschränkten Schutz, nicht selten leistet sie im Ausland überhaupt nicht. Wo und in welcher Höhe geleistet wird, kann man bei seiner Kasse erfragen.

Egal, wie man sich versichert, im Falle eines Auslandsaufenthalts sollte man sich bei seiner Kasse oder Versicherung in jedem Fall nach den Bedingungen dafür erkundigen. Meist reicht eine kostengünstige Auslandszusatzversicherung, um bestens versorgt zu sein.

Kann-Versicherungen: Nicht zwingend, doch manchmal dringend

Halten wir also fest: ohne Krankenversicherung geht es nicht. Im Grunde ist das auch gut so, denn Behandlungen können sehr teuer werden, eine vernünftige Absicherung ist also durchaus im Sinne des Erfinders.

Allerdings gibt es auch Versicherungen, die man als Student nicht unbedingt braucht. Ob man sich dennoch für einen Abschluss entscheidet, hängt von der persönlichen Lebenssituation einerseits und vom eigenen Lebensmodell andererseits ab.

Folgende Versicherungen sind nicht zwingend vorgeschrieben, können im Zweifel aber Schlimmeres verhindern.

Die Privathaftpflichtversicherung

Neben der Krankenversicherung vielleicht die wichtigste Versicherung überhaupt. Trotzdem machen sich viele Studenten darüber kaum Gedanken, meist, weil sie davon ausgehen, dass sie über ihre Eltern versichert sind. Das kann auch tatsächlich der Fall sein, doch dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

    • Die Haftpflichtversicherung der Eltern ist ein Familientarif, der die Kinder in den Versicherungsschutz mit einschließt.
    • Es muss sich bei dem Studium um das erste Studium handeln.
    • Zwischen Schulabschluss, dem freiwilligen sozialen Jahr oder einer vorher bereits absolvierten Ausbildung und dem Studium kam es zu keiner zeitlichen Lücke.
    • Der Student hat das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Auch Auslandsaufenthalte können sich auf den Versicherungsschutz auswirken.

Grundsätzlich gilt als Faustregel: Eine Privathaftpflichtversicherung ist in jedem Fall dringend notwendig, wenn auch nicht zwingend vorgesehen.

Die Rechtsschutzversicherung

Kommt ein Dritter auf einen Studenten zu und macht Ansprüche gegen ihn geltend, werden diese auf ihre Rechtmäßigkeit zunächst von der eigenen Haftpflichtversicherung geprüft. So gesehen ist diese Versicherung teilweise auch eine Art Rechtsschutzversicherung. Anders verhält es sich, wenn man selbst das Recht für sich erzwingen will. Hier sind der Haftpflichtversicherung ihre natürlichen Grenzen gesetzt. Eine Rechtsschutzversicherung hilft je nach versicherten Lebensbereichen in fast allen Situationen, meist bieten die Versicherungsgesellschaften komplette Pakete an, die Verkehr, Wohnen oder den Beruf abdecken.

Gerade bei Unstimmigkeiten mit der Universität greifen diese Lebensbereiche jedoch in aller Regel nicht. Eingeschlossen werden müsste dann das Verwaltungsrecht.

Die Hausratversicherung

In vielen Fällen können sich Studenten diese Versicherung zunächst sparen. Leben sie noch bei ihren Eltern, sind sie über deren Police versichert. In einem WG-Zimmer verhält es sich zwar anders, weil einzelne Räume nicht versichert werden können. Da aber ein Student üblicherweise noch keinen teuren Hausrat angesammelt hat oder in einem Wohnheim lebt (und somit über die Eltern versichert ist), kann die Hausratversicherung unter Umständen warten und der Geldbeutel geschont werden.

Die Unfallversicherung

Niemand ist vor Unfällen geschützt. Eine Unfallversicherung ist daher ein Produkt, das im Falle des Falles vor den Folgen eines Unfalls schützen bzw. diese abfedern kann. Die „Gelehrten“ streiten sich schon ewig darüber, ob eine Unfallversicherung sinnvoll ist oder nicht. Fakt ist jedoch, dass sie in Relation zu den Leistungen ausgesprochen günstig ist. Für einen effektiven Versicherungsschutz muss man also nur wenig Geld anfassen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Selbst wenn die Studienrichtung klar ist, bedeutet das nicht, dass automatisch auch der spätere Beruf bereits in Stein gemeißelt ist. Für Studenten folgt diesem Umstand oft der Glaube, dass sie mit der Berufsunfähigkeitsversicherung lieber noch warten. Trotzdem kann es nicht schaden, sich schon zu Beginn des Studiums Gedanken über die Absicherung der Arbeitskraft zu machen. Letztlich zählt jeder Tag, denn je länger man mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung wartet, desto älter wird man, was höhere Einstiegsbeiträge zur Konsequenz hat. Zumal man nie wissen kann, wohin der gesundheitliche Weg führt. Beschwerden und Erkrankungen können aber zu empfindlich hohen Risikobeiträgen führen, im schlimmsten Fall lehnt die Versicherungsgesellschaft einen Antrag sogar ab.

Es gibt übrigens Versicherungsgesellschaften, die besonders für Studenten Tarife entwickelt haben, die auch realisierbar sind, wenn man den eigentlichen Beruf noch gar nicht ausübt oder nicht sicher ist, wohin die „berufliche Reise“ gehen soll. Der Vorteil eines möglichst früher Abschlusses besteht darin, dass die Beiträge über die gesamte Vertragslaufzeit geringer bleiben als für jene, die sich erst später entscheiden.

Altersvorsorge

Es ist eine Binsenweisheit und doch richtiger denn je: Je früher man mit der Altersvorsorge beginnt, desto mehr lässt sich später rausholen. Als Student kann es ratsam sein, zunächst mit kleinen Beiträgen zu beginnen und diese später aufzustocken.

Für die Altersvorsorge lässt sich festhalten, dass sie durchaus zu spät abgeschlossen werde kann. Zu früh ist es dafür jedoch nie.



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